Das Projekt DiKI-Südwest verfolgt das Ziel, eine nachhaltige und ressourcenschonende Bewirtschaftung durch innovative digitale Lösungen zu fördern. Inwieweit vorhandene KI-basierte Technologien hierzu beitragen können, wird geprüft und erprobt.
Dabei werden Chancen, aber auch Herausforderungen bei der Kombination verschiedener methodischer Ansätze untersucht, insbesondere semantische Technologien mit großen Sprachmodellen. Es sollen Kriterien zur Interoperabilität öffentlicher und betrieblicher Daten ermittelt und der Aufbau der notwendigen technischen Infrastruktur und der Einsatz der Technologien auf verschiedenen Ebenen der Hybrid-Cloud in der Landwirtschaft demonstriert werden.
Die betrieblichen Daten stammen von der OpenDataFarm am Hofgut Neumühle, die im Rahmen des Projektes um weitere Funktionalitäten erweitert werden soll. Durch die Weiterentwicklung und Unterhaltung von FarmWissen sowie die Einbindung von Fachschulen und Universitäten wird der Wissenstransfer sichergestellt.
Das Projekt trägt zur stärkeren Nutzung landwirtschaftlicher Datenräume bei, um durch KI-Anwendungen die Effizienz und Rentabilität in der Landwirtschaft zu steigern. Es zeigt die Vorteile interoperabler Daten auf und fördert die Akzeptanz digitaler Lösungen in der Praxis.
Am 19. Januar 2026 überreichte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer in Berlin anlässlich der Grünen Woche offiziell die Förderbescheide für neue Experimentierfelder zur Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz (KI) in der Landwirtschaft. Fünf Projekte wurden mit insgesamt 10 Millionen Euro gefördert - darunter DiKI-Südwest. Gestartet ist das Projekt am 1. Dezember 2025.
Mit der Übergabe der Förderbescheide auf der Grünen Woche unterstreicht das BMLEH den eigenen Aussagen zufolge seinen Anspruch, den digitalen Wandel in der Landwirtschaft aktiv, praxisnah und verantwortungsvoll zu gestalten. Bundesminister Rainer betonte: "Unsere Aufgabe als Politik ist es, Innovationen gezielt möglich zu machen. Mit den digitalen Experimentierfeldern fördern wir Innovationen dort, wo sie gebraucht werden: in der landwirtschaftlichen Praxis. (…). Entscheidend ist, dass neue Technologien nicht im Labor bleiben, sondern auf den Höfen ankommen – als praxisnahe Lösungen, die Arbeit erleichtern und Ressourcen schonen."
Die Experimentierfelder zur Digitalisierung in der Landwirtschaft sind eine Initiative des Bundeslandwirtschaftsministeriums und bieten die Möglichkeiten zum Experimentieren, Erproben von Technologien und Entwickeln von Lösungswegen.
Am 12. Februar trafen sich die Verbundpartner zum Kickoff des Projektes „DiKI-Südwest“. Ziel war es, einen gemeinsamen Informationsstand zur Ausgangslage zu erreichen und erste Arbeitsschritte abzustimmen. Die Partner nahmen sich Zeit, um sich mit Präsentationen ihre jeweiligen Vorarbeiten gegenseitig vorzustellen, auf die das Projekt aufgebaut werden kann. Die Vorarbeiten wurden diskutiert und erste Arbeitsschritte abgeleitet. Unter anderem wurde vereinbart, einen vertiefenden Technikworkshop am Hofgut Neumühle durchzuführen, in dem vorhandene Datensätze und Systeme, die angebunden werden sollen, näher betrachtet werden.
Das KTBL koordiniert das Verbundprojekt DiKI-Südwest und stellt die übergreifende Abstimmung der 6 Arbeitspakete sicher. Diese werden von den vier Verbundpartnern jeweils gemeinsam, jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen, bearbeitet. Das KTBL ist auf Arbeitsebene insbesondere in AP2 "LLM und KI-basierte Beratungsservices für die Agrarwirtschaft" involviert und wird gemeinsam mit dem DFKI die Potenziale aber auch Risiken der Anwendung großer Sprachmodelle im landwirtschaftlichen Kontext eruieren. Zudem wird das KTBL auch seinem satzungsgemäßen Auftrag folgend Aufgaben für den Wissenstrans (AP5 und AP6) erledigen.
KTBL-Mitarbeitende
Daniel Martin, Daniel Eberz-Eder
Die Förderung des Experimentierfeldes DiKI-Südwest erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen der Förderung der Digitalisierung in der Landwirtschaft - Förderkennzeichen 28DE406F23.
Änderungsdatum: 19.02.2026