
Prof. Dr.-Ing. Jörg Dörr ist Inhaber des Lehrstuhls „Digital Farming“ an der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern Landau (RPTU) und seit 2020 Mitglied der erweiterten Institutsleitung des Fraunhofer IESE in Kaiserslautern. Seine Arbeitsschwerpunkte an der RPTU sowie am Fraunhofer IESE umfassen Software und Systems Engineering, insbesondere für Anwendungen im Digital Farming.
Er hat an der Universität Kaiserslautern Informatik mit Nebenfach Elektrotechnik studiert und im Jahre 2010 zu nicht funktionalen Aspekten in der Anforderungsspezifikation promoviert. Seit 2002 arbeitet er am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE. Er verfügt über umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet des Software und Systems Engineerings, des Requirements Engineerings sowie der Datennutzungskontrolle.

Aufgewachsen auf dem elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb studierte Dr. Harm Drücker nach der landwirtschaftlichen Ausbildung Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Pflanzenbau an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im Anschluss folgte dort die Promotion über teilflächenspezifischen Bodenbearbeitung. 2011 wechselte er zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen als Spezialberater für Precision Farming und Digitalisierung in der Landwirtschaft und übernahm 2016 die Leitung des damaligen Fachbereiches „Energie, Bauen, Technik“ (heute „Landtechnik, Energie, Bauen, Immissionsschutz“). Die Aufgaben des Fachbereiches liegen in erster Linie in der Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben zu Investitionsentscheidungen im Themenspektrum Technik, Bauen und Energie sowie in der Erstellung von Immissionsschutzgutachten als Dienstleistung.
Von 2017 bis 2019 war er im KTBL-Hauptausschuss tätig, bevor er 2020 ins KTBL-Präsidium gewählt wurde.

Prof. Dr. Eberhard Hartung studierte von 1984 bis 1992 Allgemeine Agrarwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und promovierte im Anschluss 1995 am Institut für Agrartechnik der Universität Hohenheim. Nach Stationen wie der wissenschaftlichen Mitarbeit und dem Abschluss der Habilitation 2001 folgte eine Oberassistenz am dortigen Institut für Agrartechnik. Seit 2005 ist er Direktor des Institutes für Landwirtschaftliche Verfahrenstechnik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Er engagiert sich seit 1999 in verschiedenen KTBL-Arbeitsgemeinschaften und -gruppen, gehört seit 2005 dem KTBL-Hauptausschuss an und wurde 2009 in das Präsidium und 2017 an dessen Spitze gewählt. Er stellte sein Amt als Präsident im März zur Verfügung und wurde mit einem deutlichen Votum wieder ins Präsidium gewählt.

Prof. Dr. Silke Hüttel ist seit 2022 an der Georg-August-Universität Göttingen und leitet dort die Professur für Management der Agrar- und Ernährungswirtschaft inne. Ihr Hauptinteresse gilt Managemententscheidungen im Bereich Agribusiness, beispielsweise der Identifizierung von Verbesserungspotenzialen in der ökologischen und ökonomischen Produktionsdimension, den Prozessen der Geschäfts- und Technologieeinführung sowie der Bewertung zentraler Produktionsfaktoren.
Ihre akademische Laufbahn begann 2009 mit der Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr weiterer Weg führte sie über das Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zum Department für Agrarökonomie der Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. Es schlossen sich die Professur Agrarökonomie an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock und die Leitung der Professur für Produktionsökonomik an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn an.
Laut Vereinssatzung des KTBL entsendet das Bundeministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat (BMLEH) eine Vertreterin oder einen Vertreter in das KTBL-Präsidium. Seit Anfang 2026 hat MinDir´n Christel Jagst die Aufgabe inne.
Christel Jagst wurde in Bremerhaven geboren und hat in Bremen Jura studiert. Nach mehreren Jahren im Richterdienst des Landes Nordrhein-Westfalen begann sie im Jahr 2000 ihre Karriere in der Ministerialverwaltung als Referentin im Bundesministerium der Justiz. Von 2004 bis 2022 war sie im Bundeskanzleramt tätig, zuletzt als Leiterin der Gruppe "Innenpolitik, Recht und Verbraucherschutz". Danach war sie Leiterin der Unterabteilung „Verbraucherschutz in spezifischen Wirtschaftsbereichen und digitalen Verbraucherthemen“ im damaligen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.
Im Juli 2025 wechselte sie zum Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Sie übernahm dort die Leitung der damaligen Abteilung 4 und war damit für die Bereiche Agrarmärkte, Ernährungswirtschaft und Export zuständig.
Mit der Umstrukturierung im BMLEH Anfang 2026 übernahm MinDir’n Jagst die neue Abteilung 7 "Agrarpolitik, Märkte, Fischerei" in der z.B. auch die Referate "Digitalisierung in der Landwirtschaft" und "Statistik, Planungsgrundlagen" beheimatet sind.

Prof. Dr. Nicole Kemper studierte Veterinärmedizin an der Universität Leipzig, abschließend mit der Approbation als Tierärztin. Es folgte die Promotion am Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Nach Abschluss der Habilitation am Institut für Tierzucht und Tierhaltung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel war sie als Professorin für Hygiene und Reproduktionsphysiologie der Nutztierhaltung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg tätig. Seit August 2013 ist sie Professorin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover und Direktorin des Instituts für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie.
Prof. Dr. Kemper engagierte sich seit 2015 einige Jahre in der KTBL-Arbeitsgemeinschaft „Nutztierhaltung“ sowie in weiteren KTBL-Arbeitsgruppen. Sie wurde 2017 in das Präsidium, 2021 zur stellvertretenden Präsidentin und nun an dessen Spitze gewählt.

Dr. Stefan Neser war von 2020 bis 2025 Leiter des Instituts für Landtechnik und Tierhaltung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), 2017 wurde er erstmalig ins Präsidium gewählt, in dem er das Amt des stellvertretenden Präsidenten ausübt.
Nach dem Studium der Agrarwissenschaften an der Technischen Universität München in Weihenstephan und einer Promotion zum Thema „Emissionen aus der Legehennenhaltung“ trat er als Referendar in den Staatsdienst ein. Nach großer Staatsprüfung übernahm er in der LfL zunächst die Leitung der Arbeitsgruppe „Emissionen und Immissionsschutz“ und im Jahr 2011 zusätzlich die Koordination des Arbeitsbereiches „Umwelttechnik in der Landnutzung“.
Dr. Neser bringt seine landtechnische und immissionsfachliche Expertise in verschiedene Expertengruppen von Bundes- und Landesministerien ein. Ein großes Anliegen ist ihm die Vermittlung von Ergebnissen der landtechnischen Forschung in die Praxis zur Lösung für vermeintliche oder tatsächliche Widersprüche zwischen einer effizienten und wirtschaftlich erfolgreichen Landwirtschaft und den Ansprüchen der Gesellschaft, zum Beispiel hinsichtlich Umweltschutz und Tierwohl.
Seit dem 1. Dezember 2025 leitet Dr. Neser das Referat „Landwirtschaftliche Tierhaltung“ im Bayerischen Landwirschaftsministerium.