Arbeitsgemeinschaft Pflanzenproduktion (PP)

Die Arbeitsgemeinschaft liefert Planungs- und Entscheidungsgrundlagen für die Pflanzenproduktion. Sie beschreibt neue Entwicklungen und beurteilt deren Auswirkungen aus ökologischer und ökonomischer Sicht sowie der gesellschaftlichen Akzeptanz.
Sie fördert ressourcenschonende Produktionsverfahren sowie den Einsatz moderner Techniken bei gleichzeitiger Sicherung des betrieblichen Einkommens und der Produktqualität. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Produktion von Marktfrüchten und Futterpflanzen einschließlich der hofeigenen Lagerung und Aufbereitung.

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft 

PD Dr. J. BrunotteThünen-Institut, Braunschweig
J. BuhlKlosterbetriebe Untermarchtal, Untermarchtal
Dr. J. DegnerThüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Jena
Dr. M. Demmel (Vorsitz)Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising-Weihenstephan
A. FübbekerLandwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg
T. KemmingKemming Agrardienstleistungs-GmbH, Dülmen/Hiddingsel
Prof. Dr.-Ing. H. KnechtgesHochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, Nürtingen
E. MüllerGutsverwaltung C.-F. Wentzel, Salzmünde
Prof. Dr. Y. RecklebenFachhochschule Kiel, Rendsburg
Dr. H. SparingHof Reidewitz GbR, Freist
Prof. Dr. D. TrautzHochschule Osnabrück, Osnabrück
Dr. N. UppenkampLandwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Münster
R. Hörner (Gast)Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft e.V., Frankfurt am Main
Dr.-Ing. N. FröbaKTBL, Darmstadt

 

Laufende Projekte des Arbeitsschwerpunktes

Fachgespräch nichtchemische Unkrautregulierung
Mechanische Maßnahmen zur Feldhygiene
Feldhygiene und Minimierung des Herbizideinsatzes mittels pflanzenbaulicher Maßnahmen
Luft- und Satellitenbilder
Definition von Weinbergsanlagen
Verfügbare Feldarbeitstage
Praxisreife Verfahren der Streifenbearbeitung unter mitteleuropäischen Bedingungen
Produktionstechnische sowie arbeits- und betriebswirtschaftliche Daten für den Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen
EKoTech - Effiziente Kraftstoffnutzung in der Agrartechnik
Referenten "Land- und Energietechnik" (Ref. LT EN)
Arbeitsblätter Weinbau und Kellerwirtschaft
Wissenschaftlicher Beirat des Ausschusses für Technik im Weinbau (ATW)
Forschungsvorhaben Technik im Weinbau und in der Kellerwirtschaft


Fachgespräch nicht chemische Unkrautregulierung

Projektbeschreibung:
Neue Entwicklungen im technischen Bereich bieten Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz. Dazu gehören: Präzisionshacken, neue physikalische Bekämpfungsverfahren, Robotik, Bildverarbeitung und Sensorik.

Zielsetzung:
Neue und bewährte Möglichkeiten der mechanischen Unkrautregulierung aufzeigen und bewerten. Erstellung eines Fachbeitrages.

Projektende: 31.12.2019
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
Dr. S. Beerbaum, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bonn
Dr. H. Böhm, Thünen-Institut für Ökologischen Landbau, Westerau
Dr. M. Gandorfer, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising
Prof.Dr. R. Gerhards, Universität Hohenheim, Hohenheim
Prof.Dr. T. Herlitzius, Technische Universität Dresden, Dresden
Prof. Dr. E. Hessel, Thünen-Institut für Agrartechnologie, Braunschweig
Dr. C. Kirchhoff, Kress & Co. GmbH Umweltschonende Landtechnik, Vaihingen/Enz
Dr. R. Leidenfrost, Deepfield Robotics, Renningen
Dr. C. Lübken, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn
Prof. Dr. A. Ruckelshausen, Hochschule Osnabrück, Osnabrück
Prof.Dr. A. Stoll, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), Nürtingen
Prof.Dr. D. Trautz, Hochschule Osnabrück, Osnabrück
Dr. A. Verschwele, Julius-Kühn-Institut, Braunschweig
PD Dr. H.-H. Voßhenrich, Thünen-Institut, Braunschweig
Prof.Dr. C. Weltzien (Vorsitzende), Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB), Potsdam
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: Dr. F. Kloepfer


Mechanische Maßnahmen zur Feldhygiene

Projektbeschreibung:
Die Arbeitsgemeinschaft Pflanzenproduktion (PP) beschließt am 10.11.2016 die Gründung einer Arbeitsgruppe "mechanische Maßnahmen zur Feldhygiene".
Aufgrund der Diskussionen um chemischen Pflanzenschutz, aber auch aufgrund vermehrt auftretender Problemunkräuter wird die Aufgabe der Arbeitsgruppe eine Systemische Beurteilung von Maßnahmen der Feldhygiene: Stoppelzerkleinerung, Stoppelbearbeitung, Erntereste (Hochschnitt) sowie eine Dokumentation der Ergebnisse in einer Veröffentlichung (Heft) sein.

Produkte: ­
Arbeitsgruppensitzung mit Gästen zur Vorstellung des aktuellen Wissensstands zur mechanischen Feldhygiene und Abstimmung der Aussagen des geplanten KTBL-Heftes. ­ KTBL-Heft zur mechanischen Feldhygiene einschließlich eines Überblicks über die verfügbare praxisreife Technik.

Projektende: 30.06.2020
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
PD Dr. J. Brunotte, Thünen-Institut, Braunschweig
Dr. M. Demmel, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising-Weihenstephan
T. Kemming, Kemming Agrardienstleistungs-GmbH Dülmen
J. Lintl-Höping, Senden
Dr. N. Uppenkamp, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Münster
PD Dr. H.-H. Voßhenrich, Thünen-Institut, Braunschweig
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: Dr. J. Grube


Feldhygiene und Minimierung des Herbizideinsatzes mittels pflanzenbaulicher Maßnahmen

Minimierung des Herbizideinsatz durch Fruchtfolgegestaltung und systemische Beurteilung von Maßnahmen der Feldhygiene. Fortentwicklung der Datenbasis für Pflanzenbauliche Planungsgrundlagen.

Projektende: 30.06.2020
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
Prof. Dr. B. Bauer, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Dr. F. de Mol, Universität Rostock
E. Müller, Gutsverwaltung C.-F. Wentzel, Salzmünde
Prof. Dr. C. Pekrun, Hochschule Nürtingen-Geislingen (HfWU), Nürtingen
T. Sander, Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung e.V., Oberwinkel
Dr. M. Schneider, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Alsfeld
Prof. Dr. D. Trautz, Hochschule Osnabrück, Osnabrück
L. Wreesmann, Altenoythe
U. Zink Landwirtschaftliche Genossenschaften Molauer Land, Seidewitz
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: J. Groß


Luft- und Satellitenbilder

Die Arbeitsgruppe beschreibt den Stand der Technik für die Erstellung und Nutzung von Luft- und Satellitenbildern und erstellt eine Bestandesaufnahme für die Nutzung der Aufnahmen in der ldw. Praxis. Sie begleitet das KU-Vorhaben Übersicht und Potential von Drohnen und Flächenflüglern (UAV) in der Landwirtschaft.

Projektende: 31.12.2020
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
Dr. agr. S. Hinck, Hochschule Osnabrück, Osnabrück
Dr. G. Grenzdörffer, Universität Rostock, Rostock
Dr. H. Drücker, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg
Dr. H. Bach, VISTA Fernerkundung GmbH, München
Dr. H. Lilienthal, Julius Kühn-Institut, Braunschweig
Dr. S. Otter-Nacke, Claas E-Systems KGaA mbH & Co KG, Dissen
Prof. Dr. rer. nat. R. Duttmann, Universität Kiel, Kiel
Prof. Dr. Y. Reckleben, Fachhochschule Kiel, Kiel
Prof. Dr.-Ing. A. Stoll, Hochschule Nürtingen-Geislingen (HfWU), Nürtingen
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: Dr. F. Kloepfer


Definition von Weinbergsanlagen

Für Planungsrechnungen sollen alle gängigen Weinbergsanlagen im Direktzug, in der Steillage und in Terrassenlagen definiert werden. Diese Modellanlagen werden als Grundlage für die Datensammlung Weinbau und Kellerwirtschaft sowie für die Berechungen der Standardherstellungskosten benötigt.

Projektende: 31.12.2019
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
Dr. J. Dietrich, Staatsweingut Meersburg, Meersburg
B. Gaubatz, Hochschule Geisenheim University, Geisenheim
O. Kurz, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße
Dr. M. Mend, Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim, Veitshöchheim
M. Müllers, Müllers GmbH, Kröv
T. Ochßner, Landratsamt Karlsruhe, Karlsruhe
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: C. Reinhold


Verfügbare Feldarbeitstage

Problemstellung:
Daten für die verfügbaren Feldarbeitstage für verschiedene Anspruchsstufen der Bodenbearbeitung, für die Raufutterernte und die verfügbaren Mähdruschstunden wurden zuletzt in den frühen Neunzigerjahren mit der Erweiterung um die neuen Bundesländer aktualisiert. Die verfügbaren Daten haben sich seitdem geändert.

Projektziel:
Es werden regionalisierte Daten für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erhoben.

  • Verfügbare Feldarbeitstage für die Bodenbearbeitung (Parameter: Bearbeitbarkeit, Befahrbarkeit der Böden)
  • Verfügbare Mähdruschstunden von Juni bis Oktober (Parameter: Befahrbarkeit, Kornfeuchte usw.)
  • Aktuelle und zukünftige Entwicklungen des Klimas sollen mit berücksichtigt werden.
  • Verfügbare Raufuttererntetage (Parameter: Befahrbarkeit, Abtrocknung des Ernteguts)
  • Verfügbare Feldarbeitsstunden für den chemischen Pflanzenschutz (Parameter: Befahrbarkeit, Windgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit usw.)
  • Die Daten zu den verfügbaren Feldarbeitstagen dienen der Kapazitätsplanung (Abgleich Zeitangebot und Zeitbedarf) landwirtschaftlicher Arbeitsverfahren in der Außenwirtschaft.

Produkt:
­Aktualisiertes Kapitel „Klimagebiete und verfügbare Feldarbeitstage“ für die KTBL-Datensammlung.

Projektende: 31.10.2019
­Mitglieder der Arbeitsgruppe:
­Dr. G. Augter, Dreieich
­S. Boese, Saaten-Union, Isernhagen
­PD Dr. J. Brunotte (Vorsitz), Thünen-Institut, Braunschweig
­Dr. J. Degner, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Jena
­Dr. H. Kübler, Hofgut Raitzen, Naundorf/OT Raitzen
­Dr. M. Lorenz, Thünen-Institut, Braunschweig
­P. Parker, Gießen
­Dr. H. Risius, Potsdam
­Dr. W. Schäfer, Hannover
­Prof. Dr. T. Toews, Fachhochschule Bingen, Bingen
­Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: Dr. F. Kloepfer


Praxisreife Verfahren der Streifenbearbeitung unter mitteleuropäischen Bedingungen

Problemstellung:
Forschungseinrichtungen und Landtechnikhersteller in Deutschland und Europa untersuchen die Einsatzmöglichkeiten der Streifenbearbeitung in Mitteleuropa. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen wurden bisher noch nicht analysiert, strukturiert und systematisiert veröffentlicht.

Projektziel:
Es soll der Status quo der Streifenbearbeitung beschrieben und die praxisreifen Techniken aufgezeigt werden.

Produkte:
­Arbeitsgruppensitzung mit Gästen zur Vorstellung des aktuellen Wissensstands zur Streifenbearbeitung und Abstimmung der Aussagen des geplanten KTBL-Heftes. ­
KTBL-Schrift zur Vorstellung des Anbausystems und seiner Besonderheiten sowie des Standes der Forschung einschließlich eines Überblicks über die verfügbare praxisreife Technik.

Projektende: 31.05.2020
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
Dr. J. Bischoff, Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, Bernburg
PD Dr. J. Brunotte, Thünen-Institut, Braunschweig
D. Dölger, Hanse Agro Beratung und Entwicklung GmbH, Gettorf
Dr. M. Demmel (Vorsitz), Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising-Weihenstephan
Dr. W. Hermann, Universität Hohenheim, Stuttgart
A. Hirl, Innovative Agrartechnik GmbH, Bresegard
E. Müller, Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Nossen
D. Rieve, Muuks
J. Schulze-Wext, Bergzow
Dr. H. Sparing, Hof Reidewitz GbR, Freist
Dr. N. Uppenkamp, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Münster
PD Dr. H.-H. Voßhenrich, Thünen-Institut, Braunschweig
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: Dr. J. Grube


Produktionstechnische sowie arbeits- und betriebswirtschaftliche Daten für den Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen

Problemstellung:
Für die Produktionsplanung werden Planungsdaten und abgestimmte Methoden benötigt, insbesondere wenn betriebseigene Daten fehlen. Zum Vergleich und zur Interpretation eigener Daten und Planungsergebnisse sind neutrale Kennzahlen hilfreich. EDV-Anwendungen für betriebsspezifische Kalkulationen ermöglichen den Anwendern eine Nachkalkulation sowie eine exakte Vorplanung. Für den erwerbsmäßigen Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen stehen derzeit keine aktuellen Daten, Methoden und Hilfsmittel zur Verfügung. Die vorhandenen Informationen stammen aus dem Jahr 2002.

Projektziel:
Für die wichtigsten Arznei- und Gewürzpflanzen werden Planungsdaten für konventionelle und ökologische Wirtschaftsweise zusammengestellt und in verschiedenen Produkten zur Verfügung gestellt.

Produkte: ­
Die Datensammlung bietet analog zur KTBL-Datensammlung "Betriebsplanung Landwirtschaft" Planungsdaten und Leistungs-Kostenrechnungen für den Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen.
­Erweiterung der KTBL-Datenbank um Arbeitsverfahren und Produktionsverfahren für den Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen.

Projektende: 31.03.2020
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
A. Biertümpfel, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Jena
T. Graf, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Jena
Dr. H. Heuberger (Vorsitz), Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising
Prof. Dr. B. Honermeier, Justus-Liebig-Universität Gießen, Gießen
I. Reichardt, Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, Bernburg
Prof. Dr. J. Müller, Universität Hohenheim, Stuttgart
W. Stelter, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V., Gülzow
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: Dr. J. Grube


EKoTech - Effiziente Kraftstoffnutzung in der Agrartechnik

Partner im VDMA-Verbundprojekt

Die Sicherstellung der Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln ist die erste und wichtigste Aufgabe der Landwirtschaft. Die Politikstrategie der Bioökonomie in Verbindung mit der Hauptaufgabe Ernährungssicherung erfordert zwingend eine nachhaltige Erhöhung der Produktivität der Landwirtschaft.

Gesellschaftlich problematisch ist jedoch bei einer Produktivitätssteigerung angesichts der Endlichkeit fossiler Energieträger und der klimaschädlichen CO2-Emissionen der Dieselkraftstoffnutzung eine weitere Ausdehnung des Dieselkraftstoffverbrauchs und der daraus resultierenden Klimagasemissionen. Die Politik hat den Handlungsbedarf in Bezug auf den Ressourcen- und Klimaschutz erkannt und konkrete Ziele bis zum Jahr 2030 formuliert.

Eine Verbesserung der Ressourceneffizienz durch Senkung des Kraftstoffverbrauchs stärkt die wirtschaftliche Situation des einzelnen Landwirts und die Wettbewerbsposition der Landwirtschaft insgesamt. Der Einsatz von Kraftstoffen aus fossilen Energieträgern hat jedoch auch einen maßgeblichen Anteil an den Treibhausgas-Emissionen. Daher ist es sowohl aus der Sicht der Landwirte als auch aus volkswirtschaftlicher Sicht sinnvoll und notwendig, Forschung zur Steigerung der Effizienz des Kraftstoff-Einsatzes voranzutreiben.
Landwirtschaft unterscheidet sich von anderen Wirtschaftssektoren durch Allein-stellungsmerkmale, die einer Übertragung von Ansätzen anderer Sektoren – insbesondere des PKW-Sektors – zur Verbesserung der Kraftstoffeffizienz oder der CO2-Emissionen entgegenstehen. Dies sind insbesondere:

  • eine nicht standardisierbare Produktionsbasis, die durch unterschiedliche natürliche und jährliche schwankende Standortbedingungen gekennzeichnet ist (z.B. Bodenarten, Witterungsverlauf)
  • eine sehr heterogene Agrarstruktur,
  • unterschiedliche betriebliche Ausrichtungen und Bewirtschaftungsformen,
  • Notwendigkeit für standortangepasste Produktions- und Arbeitsverfahren,
  • große Bandbreite situations- und standortabhängig eingesetzter Technik,
  • mangelnde Planungssicherheit auf Grund von Witterungseinflüsen.

Diese Komplexität der Landwirtschaft ist als Herausforderung und gleichzeitig auch als Chance zu verstehen, da damit eine Vielzahl von Ansatzpunkten gegeben sind, den Kraftstoffeinsatz und die daraus direkt resultierenden CO2-Emissionen zu optimieren. Die Reduzierung der Komplexität auf eine Kenngröße oder eine Maschinenbaugruppe würde die landwirtschaftliche Realität ignorieren und das Erreichen eines Dieselverbrauchsoptimums in der landwirtschaftlichen Praxis von vornherein ausschließen. Ebenso wird eine Standardisierung von Bewirtschaftungsverfahren odereingesetzten technischen Lösungen zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen dieser Komplexität nicht gerecht und sind daher weder sinnvoll noch umsetzbar.

Es können dem aktuellen und zukünftigen technischen Stand entsprechende Treibstoffverbrauchswerte für die einzelnen landwirtschaftlichen Arbeitsvorgänge kalkuliert werden. Hierzu dienen die Kenntnis des technischen Entwicklungspotentials wie auch die im Vorhaben erarbeiteten neuen Modellansätze, Kalkulationsparameter und Messdaten.

Durch die gemeinsame Bearbeitung von regionstypischen Modellbetrieben werden die betriebs- und regionsbezogenen Kalkulationen und Analysen von KTBL und Thünen-Institut weiterentwickelt. So werden auch neue Erkenntnisse im Hinblick auf die künftig notwendige regionale Differenzierung von typischen Betrieben gewonnen werden.

Die neuen Planungsdaten fließen in das breite KTBL-Datenangebot an Online- und Printpublikationen ein und erweitern dieses.

Projektende: 09.03.2020
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: Dr.-Ing. N. Fröba
Projektbeteiligte im KTBL: Dr. J. Frisch


Referenten „Land- und Energietechnik“

Arbeitskreis

Problemstellung:
Aufgrund des unterschiedlichen Aufbaus der Offizialberatung in der Bundesrepublik Deutschland wurde im Jahre 1974 der Arbeitskreis Referenten Landtechnik gegründet, um den Erfahrungsaustausch und die Diskussion über neue Erkenntnisse im Bereich der Landtechnik und der Energie zu ermöglichen sowie Konsequenzen für die Beratertätigkeit abzuschätzen.

Projektziel:
Es wird eine Plattform zur neutralen Diskussion über aktuelle und zukünftige Themen der Land- und Energietechnik angeboten. Weiterhin ist der Austausch zwischen den Referenten der Offizialberatung notwendig, da es keine flächendeckende Beratung für jedes Fachgebiet gibt. Neuigkeiten aus dem Bereich der Offizialberatung sowie aus dem KTBL werden vorgestellt und diskutiert.

Produkte:
­Arbeitstagung mit 40 bis 50 geladenen Teilnehmern. ­ Temporärer Datenbereich mit Vorträgen (für die Teilnehmer).

Projektende: 31.12.2020
Projektpartner: Offizialberatung, Referenten für Landtechnik und Energie
Mitglieder des Arbeitskreises:
Referenten für Landtechnik und für Energie aus der Offizialberatung der Länder. Ansprechpartner: Dr. N. Uppenkamp, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Münster
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: Dr. J. Grube


Arbeitsblätter Weinbau und Kellerwirtschaft

Problemstellung:
Für die Praxis und Fachberatung werden Informationen über technischen Entwicklungen und ihre verfahrenstechnische Einordnung in den Weinbau und der Kellerwirtschaft benötigt. Dieser Aufgabe widmet sich das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) mit den Arbeitsblättern Weinbau und Kellerwirtschaft.

Projektziel:
3 Arbeitsblätter pro Jahr

Produkt:
­ In den KTBL-Arbeitsblättern werden technische und bauliche Grundlagen beschrieben und mithilfe von Grafiken erläutert. Die Arbeitsblätter werden einzeln und als Beilage der Zeitschrift „Das Deutsche Weinmagazin“ veröffentlicht.

Projektende: 31.12.2019
Projektpartner: Fachverlag Dr. Fraund GmbH, Mainz
Auftraggeber: Wissenschaftlicher Beirat des Ausschusses für Technik im Weinbau (ATW)
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: C. Reinhold


Wissenschaftlicher Beirat des Ausschusses für Technik im Weinbau (ATW)

Geschäftsführung externes Gremium

Problemstellung:
Zur Weiterentwicklung weinbaulicher Bewirtschaftungssysteme sowie im Kellertechnik- und Managementbereich von Weinbaubetrieben besteht Entwicklungs- und Förderungsbedarf. Dazu müssen neue Entwicklungen aufgegriffen, ihre Wirkungen frühzeitig eingeschätzt und der Handlungsbedarf vorgegeben werden. Die Weiterentwicklung umfasst neben den Aspekten der nachhaltigen Produktionstechniken auch soziale und ökonomische Arbeitsfelder bis hin zu Fragen der Arbeits- und Prozessqualität und der Produktsicherheit.

Projektziele:
Entwicklungstendenzen und aktueller Handlungsbedarf im Bereich der Produktions- und Verfahrenstechnik im Weinbau werden aufgezeigt. Der wissenschaftliche Beirat fungiert als Lenkungsgremium, schlägt Arbeitsgruppen vor und bewertet deren Ergebnisse. Darüber hinaus stellt sie Verbindungen zu anderen Organisationen und Gremien her und wirkt bei der Planung von Veranstaltungen und Veröffentlichungen aus ihrem Fachgebiet mit.

Projektlaufzeit: Seit 07/1952
Projektpartner: Deutscher Weinbauverband e.V., Bonn; Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft e. V., Frankfurt am Main
Auftraggeber: Ausschuss für Technik im Weinbau (ATW) mit Deutscher Landwirtschafts-Gesellschaft e.V., Deutscher Weinbauverband e.V. und KTBL als Trägerorganisationen
Mitglieder des Beirates:
Dr. D. Haupt, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Mainz
M. Müllers, Lohnunternehmen Müllers, Kröv
Dr. M. Mend (Vorsitz), Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim, Veitshöchheim
M. Stumpf, Weingut Bickel-Stumpf, Frickenhausen
O. Walg Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Bad Kreuznach
Gäste:
Dr. J. Dietrich (ATW-Vorsitz), Staatsweingut Meersburg, Meersburg
Prof. Dr. R. Jung (ATW-Vorstand), Hochschule Geisenheim University, Geisenheim
Prof. Dr. M. Stoll, (ATW-GF-Vorstand), Hochschule Geisenheim University, Geisenheim
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: C. Reinhold


Forschungsvorhaben Technik im Weinbau und in der Kellerwirtschaft

Problemstellung:
Zunehmende Umweltauflagen und zurückgehende Wirtschaftlichkeit zwingen zu umweltschonenden und rationellen Arbeitsmethoden im Winzerbetrieb. In der Kellerwirtschaft sind Qualität erhaltende Maßnahmen, die sich aus anbautechnischen Entwicklungen ergeben, von Bedeutung.

Projektziel:
Zur Einführung neuer Methoden und Techniken im Weinbau und in der Kellerwirtschaft werden begleitende Untersuchungen durchgeführt. Die Länder Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz finanzieren diese Forschungsvorhaben. Dem KTBL obliegen die Mittelverwaltung und die Veröffentlichung der Versuchsergebnisse. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden Beratern, Firmen und Praktikern zur Verfügung gestellt und ggf. Entscheidungsträgern in den Verwaltungen als Datenmaterial an die Hand gegeben. Besonderheiten Im KTBL-Arbeitsprogramm werden die Vorhaben für das Jahr 2017 zur Kenntnis aufgeführt .

Produkte:
­Es erfolgt eine Berichterstattung im Fachorgan DEUTSCHER WEINBAU des Deutschen Weinbauverbandes.
­Die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt als Bericht in der Reihe Ausschuss für Technik im Weinbau (ATW) beim KTBL, als KTBL-Schrift oder als KTBL-Heft.

Projektende: 31.12.2019
Projektpartner: Forschungsring des Deutschen Weinbaues (FDW bei der DLG)
Auftraggeber: Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz
Drittmittel: 48.000 € (Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz)
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: C. Reinhold

Übersicht der ATW-Vorhaben 2019 (Kennziffer, Thema, Projektnehmer)

KennzifferThemaAuftragnehmer
ATW 198Evaluierung von Multispektralsensoren zur Erfassung der Variabilität innerhalb Rebflächen mittels unbemannten Luftfahrzeugen (UAV / Multikopter)M. Becker, Staatliche Lehr- und Versuchsan-stalt für Wein- und Obstbau, Weinsberg
ATW 199Untersuchungen zur Erosionsvermeidung bei der mechanischen Unterstock-BewirtschaftungM. Porten, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel, Bernkastel-Kues
ATW 201Begrünungsmanagement im Weinbau NEU meistern - Validierung aktueller Aussaattechnik in Kombination mit standortangepassten SaatmischungenM. Scheidweiler, Hochschule Geisenheim University, Geisenheim
ATW 203Untersuchungen über alternative in-novative Bearbeitungsmöglichkeiten zur UnterstockbodenpflegeDr. M. Petgen, Dienstleistungszentrum Länd-licher Raum Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße
ATW 204Food Pairing und Food CompletingD. Häge, Hochschule Geisenheim University, Geisenheim
ATW 205Untersuchungen zur Prävention von SpätfrostschädenH.-C. Schiefer, Staatliche Lehr- und Ver-suchsanstalt für Wein- und Obstbau, Weinsberg
ATW 206Soft- und Hardwareanpassung zur Dokumentation und Rückverfolgbar-keit für den weinbaulichen Außenbe-triebProf. Dr. M. Stoll, Hochschule Geisenheim University, Geisenheim
ATW 207Rückstände durch Aromamigration aus Dichtungsmaterialien über Wein-mischgetränken in WeineDr. M. Freund, Hochschule Geisenheim Uni-versity, Geisenheim
ATW 208Analyse und Evaluierung der Datenströme sowie -strukturen entlang der Wertschöpfungskette und Erstellung eines Digitalisierungsprofils von Weingütern und WeinbaubetriebenDr. P. Rüger, Dienstleistungszentrum Ländli-cher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Op-penheim