2021 | B. Hörning

Bruderhahnaufzucht

verschiedene Eierkartons

Wohin mit den jährlich mehr als 40 Millionen männlichen Küken der Legehennenhybriden die in deutschen Brütereien schlüpfen? Die Aufzucht ist kostenintensiv und kann mit der Mast herkömmlicher Masthybriden nicht konkurrieren. In den Regalen sind dennoch immer mehr Eier zu finden, die die Aufzucht der Hähne garantieren.

Neben der Geschlechtsbestimmung im Ei und dem Einsatz von Zweinutzungshühnern ist die Bruderhahnaufzucht oder Junghahnaufzucht eine wichtige Alternative zum Töten der männlichen Küken der Legelinien. Die Entwicklungen stehen aber noch am Anfang. Derzeit zeichnet sich noch kein Haltungsstandard ab – die Haltungsverfahren sind noch sehr heterogen. Welche Verfahren sich in Praxis bewähren und durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Für Empfehlungen zur Haltung fehlen aus diesem Grund noch abgesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse und weitere praktische Erfahrungen.

Prof. Dr. Bernhard Hörning von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde hat die ersten Erfahrungen für das KTBL-Arbeitsprogramm "Kalkulationsunterlagen" zusammengetragen.


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