Mit welchen Maßnahmen lassen sich Emissionen aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung wirksam reduzieren? In regelmäßigen Abständen ruft das KTBL Expertinnen und Experten zusammen, um diese Antwort zu beantworten. So wurde 2021 zusammen mit dem Umweltbundesamt die Schrift "Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft mindern. Gute Fachliche Praxis" veröffentlicht.
Seitdem wurden zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen. Die Arbeitsgruppe wird sich technischen Entwicklungen in den Ställen und Lagern annehmen und die Minderungsmaßnahmen aus aktueller Sicht beurteilen. Im Mittelpunkt stehen die Emissionen von Ammoniak, aber auch Geruch und Methan sollen mit in die Betrachtung einbezogen werden.
Die Arbeitsgrupp wird einen Kriterienkatalog zur Beurteilung von Emissionsminderungsmaßnahmen erstellen und die Wirkungsprinzipien verschiedener Minderungsmaßnahmen in Stall und Lager beurteilen. Die Mitglieder analysieren vorhandene Messergebnisse zur Minderungswirkung verschiedener Maßnahmen und geben unterschiedliche Beurteilungen je nach Datengrundlage ab.
Eine besondere Herausforderung ist die Beurteilung mehrere Maßnahmen im Stall. Die Arbeitsgruppe wird deshalb auch Stallkonzepte berücksichtigen, in denen mehrere Maßnahmen angewendet werden.
Neben der Wirkung sind die die Kosten und Praktikabilität der Maßnahmen für die Praxis und rechtliche Anforderungen relevant, die Arbeitsgruppe wird auch hierzu Informationen erarbeiten.
Das Ergebnis wird auf der KTBL-Homepage zur Verfügung gestellt und in die Datenarbeit des KTBL, z.B. das Interaktive Kalkulations- und Informationssystem zu Tierwohl, Umweltwirkung und Ökonomie von zukunftsfähigen Tierhaltungsverfahren (InKalkTier), einfließen und die Basis für Stellungnahmen des KTBL bilden.
KTBL-Mitarbeitende
Franziska Christ, Dr. Brigitte Eurich-Menden, Ewald Grimm, Dr. Ulrike Wolf
Änderungsdatum: 11.03.2026