Erwerbsmäßige Kaninchenhaltung in Deutschland

In der Struktur der Kaninchenfleischerzeuger dominieren die rund 400000 Klein- bzw. Rassekaninchenzüchter. Es haben sich aber auch Unternehmen im Haupt- und Nebenerwerb als Nische der tierischen Erzeugung etabliert. Laut Angaben des Bundesverbandes deutscher Kaninchenfleisch- und -wollerzeuger gibt es 70-100 Mastbetriebe im Haupterwerb. Schätzungen zu Folge stammen 15 % des in Deutschland verzehrten Kaninchenfleisches von spezialisierten Mastbetrieben. Rund 20% sind Importe. Der Preisdruck in der Kaninchenfleischerzeugung ist durch die Einfuhr billiger gefrosteter Ware aus Osteuropa oder auch aus China sehr hoch. Bis jetzt ist die Nachfrage nach Kaninchenfleisch saisonal bestimmt und liegt bei einem pro Kopf Verbrauch von etwa 0,6 kg/Jahr. Es lässt sich besonders im Winter bis Ostern gut vermarkten. Nur über eine hochwertige, gleich bleibende Qualität der Schlachtkörper und möglichst über Direktvermarktung ist ein vertretbarer Preis realisierbar.

Hinweise unter anderem zu Planung, Zucht, Haltung, Fütterung und Vermarktung können Sie im folgenden Artikel von Dr. Sven Kurze et al. nachlesen.

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