Arbeitsgemeinschaft Energie (EN)

Die Arbeitsgemeinschaft liefert Planungs- und Entscheidungsgrundlagen für den rationellen Energieeinsatz in der Landwirtschaft sowie für die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien.
Sie bewertet die verschiedenen Konversionspfade zur ressourceneffizienten Bereitstellung von Energie unter Berücksichtigung verfahrenstechnischer, rechtlicher, ökonomischer und ökologischer Rahmenbedingungen. Sie fördert den Einsatz energieeffizienter Techniken in der Außen- und Innenwirtschaft und eine nachhaltige Energieproduktion.

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft

M. BeyerBiogasunion e. V., Hamburg
T. BreitschuhBELANU, Werdershausen
G. HackLandwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bonn
Dr.-Ing. B. KrautkremerFraunhofer-Institut für Windenergie und Systemtechnik, Kassel
Dr.-Ing. J. LiebetrauDeutsches Biomasseforschungszentrum, Leipzig
Prof. Dr.-Ing. A. LoewenHochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Göttingen
Dr. J. MatthiasLandwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Münster
Dr. H. Oechsner (Vorsitz)Universität Hohenheim, Stuttgart
Dr.-Ing. G. ReinholdThüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Jena
W. SchmidLandesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume, Schwäbisch Gmünd
Dr. B. WidmannTechnologie und Förderzentrum, Straubing
D. WietzkeLandwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Rendsburg
N. N.Bundesministerium für Ernährung und Land-wirtschaft, Bonn
S. HartmannKTBL, Darmstadt

 

Laufende Projekte des Arbeitsschwerpunktes

 Güllevergärung
 Tagung: Energieversorgung landwirtschaftlicher Betriebe
 Regenerative Antriebssysteme
 Emissionen an Biogasanlagen
 Aspekte eines nachhaltigen Betriebes von Biogasanlagen
 Energieeigenversorgung
 Biogas Progressiv – zukunftsweisende Strategien für landwirtschaftliche Biogasanlagen (ProBiogas)
 Ringversuch Biogaserträge 2019
 Gaserträge in landwirtschaftlichen Biogasanlagen


Arbeitsgruppe "Güllevergärung"

Die Tierhaltung trägt maßgeblich zur Emission von Treibhausgasen aus der Landwirtschaft durch die offene Lagerung und Ausbringung von Gülle bei. Durch eine gesteigerte Vergärung von Gülle könnten die Treibhausgasemissionen reduziert aber auch zusätzlich erneuerbare Energie bereitgestellt werden. Bleiben allerdings die förderrechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen unverändert bestehen, wird es zu einem Rückgang der Vergärung von Gülle kommen. Die Bundesregierung hat dies erkannt und hat die Vergärung von Wirtschaftsdüngern und landwirtschaftlichen Reststoffen als eine Maßnahme zur Treibhausgasreduzierung im "Klimaschutzprogramm 2030" mit aufgenommen.

Allerdings gibt es noch eine Reihe von Fragen, wie denn z.B. solch ein neues Fördersystem aussehen könnte und welche biologischen und technischen Restriktionen es bei der Monovergärung von Gülle gibt. Auch besteht noch Unklarheit über die ökonomischen und rechtlichen Auswirkungen beim Umbau von Bestandsanlagen. Diese Punkte sollen in einer Arbeitsgruppe aufgegriffen und bearbeitet werden.

Projektende: 31.12.2020
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: B. Wirth


Tagung: Energieversorgung landwirtschaftlicher Betriebe

Auf der Tagung sollen die Ergebnisse der Arbeitsgruppen "Regenerative Antriebssysteme" und "Energieeigenversorgung "präsentiert werden. Thema der Veranstaltung sind die Möglichkeiten, die sich für landwirtschaftliche Betriebe hinsichtlich der Versorgung mit Strom, Wärme und Energie für mobile Maschinen ergeben. In diesem Zusammenhang wird auch die Sektorkopplung (Verknüpfung von Strom, Wärme und Mobilität) betrachtet. Die Veranstaltung wird als zweitägige Fachtagung am 2. und 3. März 2020 im John Deere Forum in Mannheim stattfinden. Das Programm wird mit Unterstützung durch einen Programmausschuss gestaltet.

Projektende: 31.03.2020
Mitglieder des Programmausschusses:
H. Eckel, KTBL, Darmstadt
C. Gers-Grapperhaus, Wardenburg
S. Hartmann, KTBL, Darmstadt
J. Neiber, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising
Prof. Dr. P. Pickel, John Deere, Kaiserslautern
Dr. E. Remmele, Technologie- und Förderzentrum, Straubing
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: H. Eckel


Arbeitsgruppe "Regenerative Antriebssysteme"

Landwirtschaftliche Betriebe sind auf eine verlässliche Energieversorgung angewiesen, die derzeit weitgehend durch fossilen Dieselkraftstoff gewährleistet wird. Angesichts der negativen Umweltwirkungen des Einsatzes fossiler Energieträger, möglicher Versorgungsengpässe und möglicher starker Preisschwankungen, ist eine Suche nach Alternativen angezeigt. Es soll aufgezeigt werden an welchen Stellen fossiler Diesel durch regenerative Energieträger ersetzt werden kann. Dabei werden sowohl mobile Maschinen für die Außenwirtschaft (Schlepper, Erntemaschinen, Transportfahrzeuge) als auch Maschinen für die Innenwirtschaft und andere im landwirtschaftlichen Betrieb eingesetzte Maschinen und Geräte berücksichtigt.

Mitglieder der Arbeitsgruppe:
Prof. Dr. R. Bauer, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Dr. B. Haidn, LfL Bayern, Poing-Grub
Dr.-Ing. B. Krautkremer, Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik, Kassel
Prof. Dr. P. Pickel, John Deere, Kaiserslautern
Dr. J. Rathbauer, BLT Wieselburg
Dr. G. Reinhold, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Jena
Dr. E. Remmele (Vorsitz), Technologie- und Förderzentrum, Straubing
Prof. R. Stirnimann, FH Bern Agrartechnik
R. Hörner (Gast), DLG Fachgebiet Landtechnik, Frankfurt/Main
Dr. N. Uppenkamp, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Münster
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: H. Eckel
Projektende: 31.12.2019


Arbeitsgruppe "Emissionen an Biogasanlagen"

Die Arbeitsgruppe (Agru) soll das Projekt "Betriebsbedingte Emissionen an Biogasanlagen (BetEmBGA)" fachlich begleiten.
Die Agru hat als Aufgabe die Projektergebnisse abzusichern und die Erstellung eines Hefts zum Thema "Emissionsarmer Betrieb von landwirtschaftlichen Biogasanlagen" zu begleiten.

Mitglieder der Arbeitsgruppe:
Dr. J. Clemens, SF Soepenberg GmbH
Dr.-Ing. M. Effenberger, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Dr.-Ing. B. Krautkremer, Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik
Dr.-Ing. M. Prager, Technische Universität München
T. Reinelt, Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH
Dr. G. Reinhold (Vorsitz), Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft
Dr. R. Winterberg, Büro Cordes & Winterberg
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: B. Wirth
Projektende: 31.11.2019


Arbeitsgruppe "Aspekte eines nachhaltigen Betriebes von Biogasanlagen"

Bei der Wende hin zu einer nachhaltigeren Energieversorgung spielt die Biogaserzeugung in Deutschland eine wichtige Rolle. Schon heute produzieren laut Fachverband Biogas über 9.000, überwiegend landwirtschaftliche Biogasanlagen Strom für mehr als 9 Mio. Haushalte. Um zukunftsfähig zu bleiben, muss die Biogaserzeugung sich jedoch den Herausforderungen des Klimaschutzes und der bestmöglichen Ressourcennutzung stellen.
Die bereits vor einiger Zeit ins Leben gerufene Vorgängerarbeitsgruppe hat einen Entwurf für ein Kriteriensystem für die Beurteilung der Biogaserzeugung entwickelt. Auf Grundlage dieser Arbeiten soll in der aktuellen Arbeitsgruppe ein KTBL Heft mit den wichtigsten 30-40 Aspekten für einen nachhaltigen Anlagenbetrieb erstellt werden. Dabei soll eine Bewertung der wesentlichen Einzelaspekte ermöglicht werden, ohne eine vollständige Bewertung der Nachhaltigkeit anzustreben.

Projektbeginn: 01.07.2018
Projektende: 30.11.2019
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
Dr. M. Effenberger (Vorsitz), Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising
Dr. G. Höher, Ehemals Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hannover
Dr. A. Lemmer, Universität Hohenheim, Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie, Stuttgart
Prof. Dr.-Ing. A. Loewen, HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Göttingen
M. Strobl, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, München
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: M. Paterson


Arbeitsgruppe "Energieeigenversorgung"

Die Arbeitsgruppe soll Möglichkeiten zur Selbstversorgung mit Strom, Wärme und Kraftstoff aufzeigen sowie Hemmnisse identifizieren. Möglichkeiten und Grenzen der Selbstversorgung sollen anhand von Modellbetrieben dargestellt werden.

Projektende: 30.06.2020
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
C. Brüggemann, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Hannover
D. Eisel, Technologie und Förderzentrum, Straubing
C. Gers-Grapperhaus (Vorsitzender), Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg
M. Kister, Markt Nordheim
Dr.-Ing. B. Krautkremer, Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik, Kassel
J. Neiber, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Straubing
Dr.-Ing. G. Reinhold, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Jena
T. Remmersmann, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Münster
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: S. Hartmann


Biogas Progressiv – zukunftsweisende Strategien für landwirtschaftliche Biogasanlagen (ProBiogas)

Drittmittelprojekt

Projektbeschreibung:
Eine Vielzahl von Ansätzen für eine optimierte Biogasproduktion ist in Forschungsvorhaben von Hochschulen, landwirtschaftlichen Forschungsanstalten und der Industrie bereits entwickelt und erprobt worden. Eine systematische Evaluierung dieser Ansätze im Hinblick auf die Nutzbarkeit in praxistauglichen Geschäftsmodellen und ein auf die Betreiber von Biogasanlagen und die Biogasberatung ausgerichtetes Informationsangebot zu dieser Optimierung fehlen allerdings bislang. Diese Lücke wird das Projekt „ProBiogas“ schließen. Ziel ist ein umfangreiches Informationsangebot mit dessen Hilfe Anlagenbetreiber und Berater in die Lage versetzt werden, passende Konzepte für Biogasanlagen zu identifizieren und weiterzuentwickeln.

Projektziel:
Um dieses Ziel zu erreichen, wird zunächst eine umfassende Datenerhebung bei Forschungseinrichtungen, Herstellern von Anlagenkomponenten und auch Biogasanlagen, die bereits innovative Konzepte umgesetzt haben, durchgeführt. Diese Daten bilden, zusammen mit den bei den Projektpartnern bereits vorhandenen Informationen, die Basis für die Entwicklung und Evaluierung von Optimierungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen wiederum werden zu Verfahrensmodellen kombiniert, die zu tragfähigen Betriebskonzepte für Biogasanlagen führen sollen. Die Betriebskonzepte werden technisch, ökonomisch und ökologisch evaluiert und anhand von Machbarkeitsstudien in der Praxis verifiziert. Darüber hinaus werden im Projekt zukunftsweisende Einkommensoptionen beschrieben, die unter gewissen Umständen eine zusätzliche Vermarktungsoption bzw. Einkommensquelle darstellen könnten.

Im Ergebnis steht ein umfangreiches und fachlich abgesichertes Informationsangebot für Anlagenbetreiber, die auf Biogas spezialisierte landwirtschaftliche Beratung, Planungsbüros, Kommunen, Genehmigungsbehörden, Banken und Investoren zur Verfügung. Auch Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung werden adressiert. Der Know-how-Transfer findet mit Hilfe von kostenfreien Online Anwendungen, zielgruppenspezifischen Fachveranstaltungen, einem KTBL-Fachportal und Publikationen in verschiedenen Formaten statt.

Projektbeginn: 01.12.2017
Projektende: 30.11.2020
Drittmittel: 287.160 € (KTBL-Anteil), Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
Projektpartner: Universität Hohenheim, Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie, Stuttgart, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: M. Paterson


Arbeitsgruppe "Ringversuch Biogaserträge 2019"

Problemstellung:
Für die Auslegung und betriebliche Optimierung von Biogasanlagen werden üblicherweise Daten aus Gärversuchen zusammen mit Informationen und Erfahrungswissen aus vorhandenen Anlagen herangezogen. In Zusammenarbeit mit der VDLUFA Qualitätssicherung NIRS GmbH organisiert das KTBL seit 2006 Ringversuche mit verschiedenen im Biogasbereich etablierten Laboren, um Fehlerquellen bei der Bestimmung des Gasertrags und des Restgaspotenzials zu identifizieren und eine verbesserte Datenqualität zu ermöglichen.

Projektziel:
Der Ringversuch hat zum Ziel, die Ursachen für Abweichungen in den Messergebnissen bei der Bestimmung von Biogaserträgen und Restgaspotenzialen zu ermitteln. Damit verbessert sich die Qualität der erhobenen Daten und das Vertrauen in die Nutzung der Biogastrichtwerte. Mit der Minimierung der Analysefehler durch die Ringversuche und der damit einhergehenden Verbesserung der Datenqualität, steigt auch die Qualität der Datenbasis zur Ermittlung der KTBL-Biogasertragsrichtwerte. Am Ende des Projektes steht eine sachliche Grundlage zur Optimierung und Standardisierung der verwendeten Analysemethoden zur Verfügung.

Produkt:
Daten- und Methodengrundlage für die mögliche Neuauflage des KTBL-Heftes 107 "Gasausbeute in landwirtschaftlichen Biogasanlagen".

Planungsbeginn: 01.08.2019
Projektende: 31.05.2020
Mitglieder der Arbeitsgruppe:
Dr. M. Bischoff, LUFA Nord-West, Oldenburg
F. Ebertseder, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Freising
Dr. C. Herrmann, Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V., Potsdam
G. Meißauer, Schmack Biogas Service GmbH, Schwandorf
Dr. H. Oechsner (Vorsitz), Universität Hohenheim, Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie, Stuttgart
Dr. S. Ohl, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Rendsburg
Dr.-Ing. J. Pröter, Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH, Leipzig
Dr. P. Tillmann, VDLUFA Qualitätssicherung NIRS GmbH, Kassel
BMEL-Vertreter: N.N. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bonn
Projektpartner: Dr. P. Tillmann VDLUFA Qualitätssicherung NIRS GmbH, Kassel
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: M. Paterson


Arbeitsgruppe "Gaserträge in landwirtschaftlichen Biogasanlagen"

Die Richtwerte für den Gasertrag der wichtigsten Biogassubstrate des KTBL finden verbreitete Nutzung bei der Planung und Effizienzbewertung von landwirtschaftlichen Biogasanlagen. Im zuletzt 2014 überarbeiteten Heft "Gaserträge in landwirtschaftlichen Biogasanlagen" finden sich außerdem auch Laborwerte zu diesen und weiteren Substraten, die jedoch auf einer Datenerhebung von 2009 basieren.
Allerdings werden einzelne Richtwerte von Beratung und Praxis kritisiert. Um der durch die Ringversuche verbesserten Qualität von Gasertragsversuchen in den Richtwerten Rechnung tragen und auch alternative Substrate abdecken zu können, wurde eine Neuauflage des Gasertragshefts auf Basis einer umfassenden Datenerhebung beschlossen.

Projektende: 31.12.2020
Projektbetreuung in der Geschäftsstelle: U. Roth