KTBL-Datensammlungen

Mit seinen Datensammlungen liefert das KTBL seit mehr als 50 Jahren Grundlagen für Planungsrechnungen und betriebswirtschaftliche Bewertungen. Die Informationen dienen Betriebsleitern, Gutachtern und Sachverständigen, Ausbildern und Auszubildenden, Beratern und Entscheidungsträgern in Politik und der vor- und nachgelagerten Wirtschaft.

Das Standardwerk ist die Datensammlung „Betriebsplanung Landwirtschaft“. Alle 2 Jahre wird die Datensammlung – inhaltlich überarbeitet – herausgegeben, um technischen Neuerungen und aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen. 1991 wurde erstmalig für den ökologischen Landbau eine eigene Datensammlung herausgegeben. Für Weinbau und Kellerwirtschaft sind bereits mehr als 15 Auflagen erschienen. Darüber hinaus wurde eine Vielzahl an Datensammlungen zu Spezialthemen veröffentlicht.

Ergänzt werden die Datensammlungen durch kostenfreie Online- und Excel-Anwendungen mit Daten und Informationen für verschiedene Planungs- und Kalkulationsanlässe. Diese sind unter Web-Anwendungen zugänglich.


Woher kommen die Daten des KTBL?

Die Datenerhebung in den Bereichen Maschinen, Anlagen, Gebäude, Arbeitszeitbedarf und Verfahren erfolgt durch finanzielle Unterstützung des von Bund und Ländern geförderten KTBL-Arbeitsprogramms "Kalkulationsunterlagen". Die im Rahmen dieses Programms erhobenen Daten werden in unserer Geschäftsstelle zu Informationen aufbereitet und in den Datensammlungen veröffentlicht. Ein Video auf YouTube fasst die Datenarbeit des KTBL zusammen. Für welche Themen gibt es Daten, wie ist die Datenerhebung finanziert und welche Quellen werden neben der wissenschaftlichen Erhebung genutzt – drei Fragen, die der Kurzfilm beantwortet.

Woher kommen die Daten des KTBL
KTBL-Arbeitsprogramm


Methodische Grundlagen der Datensammlungen

Was ist die Arbeitserledigungskostenfreie Leistung? Worin unterscheiden sich Einzelkosten und Direktkosten und wo ist der Unterschied zwischen variablen und fixen Kosten?
Katharina Krön und Dr. Jan Ole Schroers erklären diese und weitere betriebswirtschaftliche Begriffe und beschreiben die Planungsanlässe auf den Planungsebenen Gebrauchsgüter, Arbeitsverfahren, Produktionsverfahren, Betriebszweige und Betrieb. Anschaulich erläutern sie die methodischen Grundlagen, die bei der Entscheidungsunterstützung auf der jeweiligen Planungsebene zum Einsatz kommen. Beides zusammen, Beschreibung und Erläuterung, bilden die methodischen Grundlagen der Datensammlungsreihe "Betriebsplanung Landwirtschaft" sowie weiterer KTBL-Datensammlungen. Der nachfolgende Beitrag ist auch Bestandteil der Datensammlung "Betriebsplanung Landwirtschaft".

Methodische Grundlagen


Verstehen Sie manchmal auch nur spanisch?

Betriebswirtschaftliche und produktionstechnische Fachausdrücke sind in der Alltagssprache häufig nicht bekannt oder inhaltlich anders belegt. Für das bessere Verständnis und um Fehlinterpretationen zu vermeiden, bietet das KTBL ein Glossar an und erläutert die in seinen Datensammlungen verwendeten Fachbegriffe.

Glossar


Wer sind die Macher?

Welcher Aufwand steckt hinter der KTBL-Datensammlung "Betriebsplanung Landwirtschaft" und wer sind eigentlich die Macher? Diesen Fragen geht Agrarjournalistin Angelika Sontheimer in einem Interview mit Katharina Krön, Projektkoordinatorin "Datensammlung Betriebsplanung", und Dr. Jürgen Frisch, Teamleiter Datenbanken und Wissenstechnologien, nach. Der Artikel ist im Jahresbericht des KTBL 2018 veröffentlicht worden.

Aus unserer Arbeit: Wertvolle Entscheidungshilfe für die erfolgreiche Weiterentwicklung


Daten - regionalisiert und in Zeitreihe

Jährlich werden vom KTBL für 38 Regionen Deutschlands (Länder und Regierungsbezirke) die Standarddeckungsbeiträge (SDB) ermittelt. Basis sind die aktuellen Preise, erzeugten Mengen und erzielten Zuwächse sowie der eingesetzten Betriebsmittel für alle Produktionsverfahren der Agrar- und Buchführungsstatistik – also Landwirtschaft sowie Garten-, Obst- und Weinbau. Außer dem Standarddeckungsbeitrag werden auch die Erträge und Tierleistungen, die Erzeugerpreise sowie die Kosten für Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutz in der Pflanzenproduktion, Bestandsergänzung, Futtermittel, Tierarzt und Besamung in der tierischen Produktion sowie sonstige Direktkosten ausgewiesen. Sie stehen gegliedert nach Produktionsverfahren und Regionen als Zeitreihe seit dem Wirtschaftsjahr 2001/02 zur Verfügung. 

Standarddeckungsbeiträge


Kaufen oder mieten – so wird methodisch sauber geplant

Die Investition in eine Maschine will gut überlegt sein. Sei es der anstehende Ersatz einer verschlissenen Maschine oder die Maschineninvestition im Rahmen einer Betriebserweiterung – es gilt abzuwägen, ob es wirtschaftlich sinnvoller ist, eine eigene Maschine anzuschaffen, ein Lohnunternehmen zu beauftragen, eine Maschine zu mieten oder sich an einer Maschinengemeinschaft zu beteiligen. Am Beispiel für das Pressen von Heu oder Stroh mit einer Quaderballenpresse zeigen die Autoren, wie die richtige Antwort aus betriebswirtschaftlicher Sicht methodisch sauber gefunden wird. 

Maschinen kaufen oder mieten

Verfahren des Pflanzenbaus planen

Sie möchten ökologische oder konventionelle Produktionsverfahren planen? In der kostenlosen Web-Anwendung "Leistungs-Kostenrechnung Pflanzenbau" stehen unterschiedliche Anbausysteme zur Auswahl. Durch die Spezifikation der Schlaggröße, der Bodenart, dem Ertragsniveau sowie der Mechanisierung und der Hof-Feld-Entfernung können Sie betriebsindividuelle Anpassungen durchführen. Die Ergebnislisten zeigen Ihnen Leistungen und Direktkosten, ökonomische Erfolgsgrößen und Stückkosten sowie detaillierte Daten zur Arbeitserledigung mit den einzelnen Arbeitsvorgängen und den eingesetzten Betriebsmitteln.

Web-Anwendung

Daten zur Nutztierhaltung

Der "Wirtschaftlichkeitsrechner Tier" ermöglicht die Planung von Produktionsverfahren in der Tierhaltung. Acht Tierarten – vom Rind bis zur Biene – können online bearbeitet werden. Je nach Tierart können verschiedene Spezifikationen vorgenommen, Preise und Mengen verändert und somit die Planung individuell angepasst werden. Leistungen und Direktkosten, ökonomische Erfolgsgrößen wie Deckungsbeitrag, Direktkostenfreie Leistung und Einzelkostenfreie Leistung sowie der Arbeitszeitbedarf und die Arbeitserledigungskosten werden kalkuliert. Zusätzlich werden Bauzeichnungen für das jeweilige Stallgebäude abgebildet.

Web-Anwendung

Datensammlung wird 50 Jahre

Seit 1969 ist das KTBL Herausgeber der "Datensammlung für die Betriebsplanung in der Landwirtschaft" –  einem Aushängeschild der KTBL-Printprodukte. Viele Studierende haben mit den Daten das Rechenhandwerk erlernt. Und auch Betriebsleiter und Berater bedienen sich der Daten seit Jahrzehnten bei Planungsfragen. Fortwährend wurden Form und Inhalt der Datensammlung an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst. Dazu zählen auch die zahlreichen Web-Anwendungen. Zudem gab es fachliche Ableger, z.B. für die Hauswirtschaft, den Weinbau oder die Landschaftspflege. Wer sich für die Geschichte der Datensammlung interessiert, findet in dem folgenden Beitrag eine Chronologie sowie eine Liste aller bisher erschienen Datensammlungen - eine kleine Zeitreise.

Chronik


Datensammlung goes international

Das Ziel von TOPAS – From Theoretical-Oriented to Practical education in Agrarian Studies – ist es, die fachpraktische Ausbildung in Agrarstudiengängen in den Partnerländern Armenien, Ukraine und Usbekistan zu verbessern. Durch eine Vielzahl von Aktivitäten soll die übliche Lehrmethode an den Unis von „lehrerzentriert" und theoretisch hin zu „studierendenzentriert" und praktisch weiterentwickelt werden. Ein weiterer innovativer Aspekt des Projekts ist die Etablierung von Datenbanken für den Bereich Agrarmanagement an den Universitäten zur Nutzung für Studierende, Lehrende und Forschende. Diese Datenbanken sollen Daten über Betriebsmittel, Kosten, Erträge usw. für die wichtigsten Ackerbaukulturen der jeweiligen Länder enthalten und so eine zuverlässige Datenbasis für den Studienbereich Agrarmanagement liefern. Das KTBL unterstützt dieses Projekt als ideeller Partner und bringt sich mit Wissen und Erfahrung im Bereich der Datenarbeit und ggf. auch mit der Bereitstellung von Daten ein. Beitrag aufrufen 

Zur Projektwebseite


Weihnachtsbaumanbau kann sich lohnen

Wann sich der Anbau von Weihnachtsbäumen lohnt, hat die KTBL-Arbeitsgruppe "Daten zur Produktion von Weihnachtsbäumen" untersucht. Für Nordmanntannen und Blaufichten - geschlagen, getopft und als Schnittgrün im Bund - wurden Daten für die konventionelle und die ökologische Wirtschaftsweise zusammengetragen. Dabei wurden unterschiedliche Hangneigungen und der Einsatz von Schafen zur Pflege berücksichtigt. Die Berechnungen der Arbeitsgruppe zeigen eine große Spanne der Einzelkostenfreien Leistungen. Daten und Planungsbeispiele wurden in der Datensammlung "Weihnachtsbaumanbau" veröffentlicht. Eine kostenlose Excel-Anwendung auf der KTBL-Webseite ergänzt die gedruckte Datensammlung.

In einem Interview mit der Wochenzeitschrift Taspo stellen die Mitglieder der KTBL-Arbeitsgruppe "Planungsdaten zur Produktion von Weihnachtsbäumen" Till Belau vom KTBL und Nils Seils von der Landwirtschaftskammer Schleswig Holstein Hintergründe und Inhalte der Datensammlung vor.

Web-Anwendung
KTBL-Datensammlung zum Weihnachtsbaumanbau (TASPO 13, 29.03.2019, S. 14-15)


Brotweizen – was steckt drin an Energie?

Das KTBL weist für die pflanzlichen Produkte den Kumulierten Energieaufwand (KEA) aus. Für Brotweizen, Kartoffeln, Ackergras und andere Erzeugnisse ist der KEA ein guter Indikator für den energetischen Ressourcenverbrauch. Wovon der Energieaufwand abhängt und wie das KTBL de KEA berechnet, wird am Beispiel Brotweizen erklärt.

Kumulierter Energieaufwand



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