BMEL-Bundeswettbewerb "Landwirtschaftliches Bauen 2019/20"

"Unser innovativer Stall" – tiergerecht, umweltgerecht und zukunftsfähig

Der BMEL-Bundeswettbewerb "Landwirtschaftliches Bauen" stellt seit Anfang der Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts zukunftsweisende Stallbauten heraus. Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sucht das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e. V. (KTBL) gemeinsam mit den Bundesländern beispielhafte Lösungen zu aktuellen Fragen im landwirtschaftlichen Bauen.

Ziel des Bundesministeriums ist es, mit dem Bundeswettbewerb vorbildliche Leistungen zu würdigen, herausragende praxiserprobte Konzepte sowohl den Landwirten als auch den Verbrauchern zu präsentieren und innovative Ideen zu verbreiten. Die Erfahrungen sollen Landwirten, Genehmigungsbehörden und Beratern als Entscheidungshilfe und Anregung dienen.


Aktuelles

Am 31. Oktober 2019 hat sich die vom BMEL einberufene Prüfungs- und Bewertungskommission des Bundeswettbewerbes "Landwirtschaftliches Bauen 2019/20" konstituiert. Diese Sitzung war Auftakt für den aktuellen Wettbewerb zum Thema "Unser innovativer Stall" – tiergerecht, umweltgerecht und zukunftsweisend. Bis zum Ausschreibungsende am 29. Februar 2020 sind mehr als 50 Bewerbungen eingegangen. Im nächsten Schritt erfolgt die Auswahl der Preisträger durch die Prüfungskommissionen der Länder und des Bundes. Aufgrund der Corona-Krise wird es zu Verzögerungen im weiteren Ablauf kommen. Wir bitten dies zu entschuldigen und versprechen, Sie auf dem Laufenden zu halten.


Der aktuelle Wettbewerb

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt 2020, Betriebe zu prämieren, die mit innovativen Lösungen aufwarten. Gesucht werden Betriebe, die Rinder, Schweine, Geflügel, Schafe oder Ziegen halten und die mit innovativen Konzepten aufwarten können. Diese Konzepte können unterschiedlichster Art sein: Tierwohl und Umweltschutz haben bei der Beurteilung dieser Innovationen einen genauso hohen Stellenwert wie die Verbesserung der Arbeitsqualität und der erzielte Ressourcen- und Klimaschutz.

Der aktuelle Wettbewerb ist mit insgesamt 30.000 € dotiert; im Einzelfall winken Preisgelder bis 7.500 €. (Bei den Preisgeldern handelt es sich um De-minimis-Beihilfe nach der Verordnung (EU) Nr. 1408/2013 der Kommission vom 18.12.2013)

Die Bewerbungsfrist endete am 29. Februar 2020 (bei Postsendungen gilt das Datum des Poststempels).

Neben einem Preisgeld und einer Urkunde bekommen die Siegerbetriebe eine Stallplakette verliehen. Die Stallplakette dient zur öffentlichen Auszeichnung des prämierten Stalles.

Zudem winkt eine Reise nach Berlin, wo die Preisträger bei einer Prämierungsfeier im festlichen Rahmen ausgezeichnet werden sollen (vorbehaltlich der aktuellen Entwicklungen).

Auf einen Blick (PDF, 2,3 MB)


Die Teilnahmebedingungen und Bewerbungskriterien

Die folgenden Bedingungen sollten erfüllt sein:

  • Die Preisträger halten Rinder, Schweine, Geflügel, Schafe oder Ziegen im Rahmen einer landwirtschaftlichen Nutztierhaltung gemäß den einschlägigen rechtlichen Bedingungen. Alle baulichen Anlagen sind genehmigt.
  • Die Preisträger setzen in ihrem Stall eine innovative Idee für eine nachhaltigere Tierhaltung um. Hier interessieren neben Tierwohl- und Umweltaspekten auch Ressourcen- und Klimaschutz.
  • Das Konzept wird vom gesamten Betriebsteam getragen, hat sich im Betrieb bewährt und ist auf andere Betriebe übertragbar.
  • Der Betrieb arbeitet wirtschaftlich.

Gesucht werden innovative Ideen, die über die derzeit geltenden rechtlichen Mindestvorgaben hinausgehen und damit zukunftsweisend sind. Das innovative Konzept muss zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits realisiert sein. Gesucht werden betriebsindividuelle Lösungen – keine reinen Herstellerlösungen; baulich-technische Aspekte sollten im Vordergrund stehen.


Der Ablauf

Nach Einsendeschluss treffen Vertreter des jeweiligen Bundeslandes eine Vorauswahl der eingereichten Unterlagen. Anschließend wählt eine vom BMEL eingesetzte Jury aus den verbliebenen Einsendungen die Besten aus und bewertet diese bei einer Besichtigung vor Ort. Das BMEL legt auf Vorschlag der Jury die Preisträger fest und würdigt die Preisträger in einem Festakt in Berlin.


Die Jury

Die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eingesetzte, unabhängige Jury (Prüfungs- und Bewertungskommission des Bundes), legt die Teilnahmebedingungen und Bewertungskriterien fest. Sie begleitet den Bundeswettbewerb fachlich, sondiert besonders gelungene Lösungen und spricht dem BMEL eine Empfehlung für deren Auszeichnung aus.

Die Jury ist interdisziplinär zusammengesetzt und besteht aus ehrenamtlich tätigen Vertretern der Praxis, Beratung und Wissenschaft aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Vorsitz wird vom BMEL gestellt. Die Geschäftsführung obliegt der KTBL-Geschäftsstelle.

Zusammensetzung der Prüfungs- und Bewertungskommission 2019/20

Dr. Kerstin Barth, Johann Heinrich von Thünen-Institut, Westerau
Ruth Beverborg, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg
Gerd Franke, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Kassel
Prof. Clemens Fuchs, Hochschule Neubrandenburg, Neubrandenburg
Dr. Peter Hiller, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Oldenburg
Dr. Kathrin Huesmann, Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft, Darmstadt (Geschäftsführung)
Fides Marie Lenz, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Lippstadt
Andreas Lindenberg, Ingenieurbüro Lindenberg, Holle
Dr. Stefan Neser, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising
Andreas Pelzer, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bad Sassendorf
Dr. Bernhard Polten, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bonn (Vorsitz)
Sonja Schewe, Hof Rathjens, Oldendorf
Prof. Martin Ziron, Fachhochschule Südwestfalen, Soest


Ansprechpartnerin

Dr. Kathrin Huesmann
Bartningstraße 49
64289 Darmstadt
+49 6151 7001-150
  k.huesmann‎(at)‎ktbl(dot)de



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