Stallgebäude für die Pensionspferdehaltung

Haltung und Aufstallung haben sich in den meisten Pferdehaltungen in den letzten Jahrzehnten nicht sehr gewandelt. Immer noch steht die Mehrzahl unserer Pferde sofort für den Reiter verfügbar, meist einzeln und auf kleiner Fläche abgetrennt oder in größeren Ställen konzentriert.

Doch es gibt andere, dem natürlichen Verhalten des Pferdes mehr entsprechende, Haltungskonzepte. Außenboxen kommen dem Beobachtungsbedürfnis des Pferdes beispielweise stärker nach als die klassische Innenbox, Vergrößern Sie den Bewegungsraum um einen vorgelagerten Paddock so bedeutet auch dies eine Verbesserung – das Pferd kann den Aufenthaltsort im Freien oder im Stall eigenständig wählen.

Das Pferd ist ein Herdentier, ständige Futteraufnahme und Bewegung an der frischen Luft sowie der ständige Kontakt zu Artgenossen sind Grundbedürfnisse des Pferdes. Gruppenhaltungen in Mehrraumlaufställen sind heute zunehmend in vielen Betrieben zu finden. Pferdebesitzer suchen verstärkt nach anderen Konzepten. Mangelnde Zeit das Pferd täglich intensiv zu bewegen bringen viele Pferdebesitzer dazu andere Haltungskonzepte als die Boxenhaltung anzunehmen.

Die frühere regelmäßige Arbeit im Freien konnte auch ungünstige Stallverhältnisse weitgehend ausgleichen; unsere heutigen Freizeit- und Sportpferde hingegen werden vielfach kaum eine Stunde pro Tag bewegt, im Winterhalbjahr oft nicht einmal im Freien, sondern in einer geschlossenen Reithalle. Der Funktionswandel des Pferdes vom täglich eingesetzten „Arbeitsgerät“ zum gelegentlich genutzten „Sportgerät“ und „Freizeitpartner“ sollte bei seiner Haltung und Aufstallung stärker beachtet werden.

Der folgende Beitrag von Jens Marten gibt Ihnen wichtige Denkanstöße und Informationen zur Gruppenhaltung und zu den klassischen Aufstallungsformen in der Pferdehaltung.

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Management, bauliche Anlagen und Wirtschaftlichkeit in der Pferdehaltung