Guppenhaltung von Pferden

„Pferde sollten, wo immer möglich, in Gruppen von zwei oder mehr Tieren gehalten werden“. Diese 1995 von der Sachverständigengruppe tierschutzgerechte Pferdehaltung in den „Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten“ aufgestellte Forderung gilt auch heute noch und ist in jeder Hinsicht zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELF) 2007 einen Bundeswettbewerb „Landwirtschaftliches Bauen“ mit dem Thema „Gruppenhaltung von Pferden im landwirtschaftlichen Betrieb“ ausgeschrieben.

Grundsätzlich ist die Gruppenhaltung hinsichtlich des Sozialverhaltens, der Bewegungsmöglichkeit und der gegenseitigen Anregung zur Bewegung der Einzelhaltung vorzuziehen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass für das Einzeltier gegenüber der Haltung in Gruppen unter natürlichen Bedingungen weiterhin Einschränkungen bestehen: Das Raumangebot und die damit verbundenen Möglichkeiten zum Ausweichen sind begrenzt. Die Gruppen werden vom Menschen zusammengestellt und nicht von den Pferden frei gebildet (BMELF 1995). Aus diesen Gründen sind bei der Planung, dem Bau und der Nutzung einer Gruppenhaltung gesonderte Anforderungen zu berücksichtigen. 1995 hat das damalige Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BMELF) die oben erwähnten Leitlinien herausgegeben. Ziel war es, die Anforderungen, die an eine tierschutzgerechte Haltung von Pferden nach § 2 Tierschutzgesetz zu stellen sind, näher auszuführen.

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Ergebnisse des BMELV-Bundeswettbewerbes "Landwirtschaftliches Bauen 2007/2008"