Gülleausbringung: N-konservierende Verfahren und deren Kosten

Bei einer Temperatur von etwa 15 °C zum Zeitpunkt der Ausbringung zu Beginn der Vegetationsperiode und auf Flächen ohne oder mit niedrigem Pflanzenbestand ist für Rindergülle für die Referenztechnik „Breitverteilung“ ein Ammoniakverlust von 50 % des Ammoniumstickstoffs und für Schweinegülle von 25 % zu erwarten. Die Minderungen, die mit unterschiedlichen Ausbringtechniken erzielt werden, können im Mittel 20 bis 90 % betragen. Je besser die Gülle mit dem Boden in Kontakt kommt, desto höher die Minderungswirkung.

Bei einem Stickstoffpreis von 0,9 €/kg ergeben sich daraus die Kosteneinsparungen für konservierten Stickstoffdünger (Gutschriften). Bei steigenden Stickstoffpreisen sind die Gutschriften entsprechend höher. Beispielsweise kann so durch die Verwendung der Schleppschuhtechnik eine relative Ammoniak-Emissionsminderung von 40 % erreicht werden und eine Gutschrift für den konservierten Stickstoff von 0,45 €/m³ erzielt werden.

Mit geeigneter Technik und Arbeitsorganisation lassen sich die Ammoniakemissionen bei der Gülleausbringung kosteneffizient mindern. Für andere Verfahren der Gülleausbringung finden Sie die Details zu Kosten und relativer Ammoniak-Emissionsminderung im folgenden Artikel von Robert Vandré et al.

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KTBL-/vTI-Tagung vom 8. bis 10. Dezember 2010 im Bildungszentrum Kloster Banz in Bad Staffelstein