Flüssigmistlagerung: N-Konservierung durch Lagerabdeckung und die Kosten

Die Ammonium-Stickstoffverluste bei einer offenen Güllelagerung liegen nach Expertenschätzungen bei etwa 15%. Durch eine Abdeckung der Güllelager können zum großen Teil eingespart werden und stehen Ihnen zumindest zum Teil für die organische Düngung zur Verfügung.

Die regenundurchlässigen Abdeckungen „Zeltdach“ und „Betondecke“ führen zu den stärksten Emissionsminderungen, erfordern aber auch die höchsten Investitionen. Ihre Haltbarkeit ist mit 20 bis 30 Jahren hoch und der Wartungsaufwand gering. Regenwasser wird wirksam vom Flüssigmist ferngehalten. Hierdurch werden Ihre Ausbringungskosten verringert.

Stroh erweist sich als kostengünstigste Minderungsmaßnahmen. Eine Strohdecke wird allerdings teuer, wenn sie mehrmals jährlich aufgebracht werden muss. Die zusätzlichen Kosten der Abdeckungen werden hier von den Materialkosten bestimmt, zu denen bei Stroh auch die Reparaturkosten, d. h. die Ergänzung des durch Ausbringung verlorenen Materials, zählen. Hinzu kommt, dass bei der Abdeckung mit Stroh Maschinen- und Arbeitskosten für die Aufbringungen doppelt so hoch wie die Bereitstellungskosten für das Stroh selber sind.

Die jährlichen Lagerungskosten für einen Rundbehälter ohne Abdeckung (3000 m² Lagerkapazität; Durchmesser 27,9 m) liegen bei 1,29 €/(m³ • a). Eine Strohabdeckung erhöht die jährlichen Lagerkosten um 20 Cent auf 1,49 €/(m³ • a), eine Betondecke um 71 Cent auf 2,00 €/(m³ • a). Allerdings erreichen feste Abdeckungen eine besonders hohe Ammoniakminderung und verhindern den Regenwassereintrag, sie sind aber auch unter Anrechnung dieser Wirkungen teurer als künstliche Schwimmdecken.

Details zu den Kosten und weitere Güllelagerabdeckungen finden Sie im Gesamtartikel.

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KTBL-/vTI-Tagung vom 8. bis 10. Dezember 2010 im Bildungszentrum Kloster Banz in Bad Staffelstein