Festmistaußenlagerung

Experten gehen von einem jährlichen Festmistanfall von etwa 32 Mio. t (Schultheiß et al. 2010) aus. Sofern es sich nicht um Tiefstreu-Stallungen handelt, fällt dieser Mist kontinuierlich an und wird im Regelfall auf einer befestigten Dungplatte in der Nähe der Stallungen gelagert. Darüber hinaus kann – in Ausnahmefällen – eine Zwischenlagerung des Mistes auch außerhalb der befestigten Lagerstätten erforderlich werde. Es gibt verschiedene Gründe für eine Festmistaußenlagerung.

  • um eine bedarfsgerechte Düngung (Zeitpunkt, Menge) sicherzustellen
  • bei beengter Hoflage und begrenzter Lagerkapazität
  • bei witterungsbedingt eingeschränkter Befahrbarkeit der Böden
  • bei ungeeignetem Entwicklungszustand der Kulturpflanzen
  • bei Arbeitsspitzen

Da in allen Fällen die Belange des Boden- und Gewässerschutzes zu beachten sind, haben einige Bundesländer und Genehmigungsbehörden Merkblätter herausgegeben, die Eckdaten zur Lagerung von Festmist im Rahmen der ordnungsgemäßen Landbewirtschaftung aufzeigen. Die Merkblätter enthalten allerdings keine einheitlichen Empfehlungen, was zeigt, dass das mit der Festmistaußenlagerung verbundene Gefahrenpotenzial von den zuständigen Fachbehörden unterschiedlich eingeschätzt wird. .Daher war es das Ziel einer KTBL-Arbeitsgruppe, den verfügbaren Wissensstand auszuwerten, auf der Basis derzeit geltenden Rechts praktikable Anforderungen an eine ordnungsgemäße Festmistaußenlagerung abzuleiten und dies länderübergreifend darzustellen.

Im folgenden Artikel von Ute Schultheiß et.al finden Sie abgestimmte Werte zu Anfallmengen und Nähstoffgehalten von Festmist und Jauche gegliedert nach Tierart und Produktionsrichtung.

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