Berechnung der Schlaggröße und Grundzeit für Feldarbeiten

Zur Kalkulation des Grundzeitbedarfes für unregelmäßige Parzellenformen. In der Grundzeit GZ sind in diesem Kalkulationsverfahren
  • die Arbeitszeiten während der Arbeitsfahrt auf der Parzelle und dem Vorgewende enthalten. Die Arbeitsgeschwindigkeit auf dem Vorgewende wird um 5 % reduziert.
  • die Berechnung gilt nur für Auf- und Abfahren, nicht für "Beet-
    oder Rundum - Arbeit" .
  • die Hauptarbeitsrichtung verläuft stets parallel zur Y - Achse.
  • Wird die Vorgewendebreite auf den Wert 0 [m] gesetzt, entfällt die gesonderte Vorgewendebearbeitung. Es wird unterstellt, dass dann die Wendungen auf einem festen Weg oder einer nicht bewirtschafteten Fläche erfolgen können.
  • die Wendezeiten auf der Hauptparzelle, als auch auf den Vorgewenden werden berücksichtigt. Jedes Vorgewende - Teilstück wird als eigene Teilfläche berücksichtigt. Dies bedeutet, dass die Wendungen berechnet werden, auch wenn aufgrund eines mit geringem Winkel anschliessendem Vorgewende - Teilstückes eine Fortführung praktisch möglich ist. Die Wendehäufigkeit ergibt sich jeweils aus den berechneten Breiten bzw. der Vorgewendebreite dividiert durch Arbeitsbreite, abzüglich einer Wendung (für den letzten "Arbeitsstreifen").
  • In der Grundzeit GZ nicht enthalten sind die Zeiten für das Nachladen von Ausbringmengen oder das Entladen von Erntegütern, sowie das An- oder Umhängen von Wagen, Störungen (Verlustzeiten), Rüst- und Wegezeiten.
Die Flächenberechnung erfolgt nach der "Gaussschen Flächenformel". Alle Eckpunkte sind durch Geraden verbunden.

Anwenden

Wählen Sie eine passende Form aus, ersetzen Sie die Koordinatenwerte für x und y (alle Angaben in Meter !) gegebenenfalls durch tatsächliche Werte aus der Flurkarte, tragen Sie die Werte für die Kalkulation der Grundzeit ein und betätigen Sie dann den Knopf "Berechnen".
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Anhaltswerte für die Eingabe

Vorgewendebreiten sind in der Regel ein mehrfaches der Arbeitsbreite, richten sich aber auch nach der Manövrierfähigkeit (Wendekreis) des Traktors. 5 bis 10 m sind üblich.

Arbeitsart Arbeitsgeschwindigkeit(en)
[km/h]
Richtwert
Wendezeit(en)
[min/Vorgang] Richtwert
Pflügen 5,5 - 6 0,5 - 0,7
Schälen 8 0,45 - 0,5
Fräsen, Kreiseleggen, Zinkenrotor 6 0,4 - 0, 6
Eggen, Scheibeneggen 6 - 8,5 0,2 - 0,3
Schwergrubber 6 - 8,7 0,4
Spatenrollegge 12 0,2
Saatbettkombination 10 0,3
Striegeln, Wiese schleppen 5 - 6 0,14 - 0,2
Walzen 6,5 0,14 - 0,3
Mulchen 4,5 0,4
Stalldung streuen 5,5 - 7 0,8
Kompost streuen 4 0,8
Jauche ausbringen 6,5 0,3
Gülleausbringung, je nach Ausbringmenge und Arbeitsbreite 6,5 - 8 0,3 - 0,5
Mineraldünger streuen, Ammonium-Harnstofflösung 7 - 10 0,3 - 0,6
Getreide drillen 6,8 0,4
Körnerleguminosen drillen 3,5 0,4
Kreisel-Drillen, Fräs-Drillen, Zinkenrotor-Drillen, Bestellkombination 6 - 6,8 0,4 - 0,5
Direktsaat 6 - 10 0,5
Einzelkornsaat 5 0,4
Einzelkornsaat mit Bandspritze 4,3 0,8
Maisaussaat 6,2 0,3
Kartoffellegen 3 - 4,4 0,7 - 1,2
Pflanzen von Gemüse 1 - 3 1
Pflanzenschutzspritzung 7 0,4 - 0,7
Striegeln mit Hackstriegel (5 bis 10 km/h) 7 0,2
Maschinenhacke zu Mais, Sonnenblumen oder Zuckerrüben 4,4 - 5 0,5
Maschinenhacke zu Zuckerrüben, 3. Und 4. Hacke 5,5 0,5
Abflammen 3,5 0,4
Mulchen 4,5 0,4
Mähdrusch, Grassamen 3,1 0,3
Mähdrusch, 35 dt/ha, Raps oder Sonnenblumen 3,8 0,3
Mähdrusch, Körnerleguminosen 2,5 0,3
Mähdrusch,Getreide 4 0,3
Körnermais und CCM-Ernte, Pflückvorsatz 5,7 0,3
Maisstroh häckseln 4 0,3
Kartoffelsammelroder 3 - 3,5 1 - 1,2
Kartoffelkraut schlagen 5 0,3 - 0,4
Kartoffel auf Schwad legen 5,3 0,7
Kartoffel aus Schwad aufnehmen und überladen 4 - 4,5 1,2
Möhren ernten, je nach Ertrag 3 - 4,6 0,7 - 1,2
Erbsen, Bohnen zu Schwad mähen mit Selbstfahrer 4,5 0,3
Erbsen, Bohnen vom Schwad dreschen 1,9 0,4
Bohnen mit Pflückmaschine pflücken 4 1
Zuckerrüben roden, gezogener Bunkerköpfroder 5,3 - 5,5 0,3
Zuckerrüben roden, Selbstfahrer 4,3 0,3
Zuckerrüben köpfen 4,1 0,3
Rodelader, überladen auf Wagen, Köpfrodelader, Köpfroder 4 0,5 - 0,8
Zuckerüben aus Schwad laden mit Ladebunker 6,5 0,7
Silomais häckseln, je nach Ertrag und Häckslerleistung 4,5 - 6,3 0,3 - 0,7
Mähen, Balkenmähwerk 7 0,3
Mähen, Kreiselmähwerk (mit Aufberiter 9,5 (9) 0,3
Kreiselzettwender 9,7 0,2
Kreiselschwader 7 0,2
Ladewagen 4 - 5,5 0,6
Hochdruckpresse 4 - 5 0,5
Rundballenpresse (Anwelkgut) 8 (7) 0,3 (0,3 - 0,6)
Großpacken pressen 6,5 - 8 0,2 - 0,3
Feldhäcksler, je nach Ertrag und Häckslerleistung 3 - 8 0,3 - 0,7

Berechnung der Schlaggröße und Grundzeit für Feldarbeiten

Ohne Versorgungs-, Verlust-, Rüst- und Wegezeiten
Anzahl Eckpunkte Zur Datenübernahme Klicken Sie einfach auf ein "Muster". Für eigene Angaben tragen Sie die Anzahl der Eckpunkte ein, dann die X- und Y-Koordinaten der Eckpunkte vom 1. bis zum letzten Eckpunkt im Uhrzeigersinn, mit "Berechnen" wird die Kalkulation ausgeführt.
Eckpunkt x [m] y [m]
1. (A)
2. (B)
3. (C)
4. (D)
5. (E)
6. (F)
7. (G)
8. (H)
Vorgewendebreite [m]:  Arbeitsbreite [m]:  Arbeitsgeschwindigkeit [km/h]:  Wendezeit [min/Wendevorgang]: 
Schlagfläche [ha]: 
Leistung in der GZ [ha/h]: 
 
Grundzeitbedarf GZ [h/ha]: 
 
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Schlaggestaltung - kostensenkend und bodenschonend
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